GNV nimmt Fahrt auf: Neue Schiffe, mehr Komfort und starke Partner

GNV nimmt Fahrt auf: Neue Schiffe, mehr Komfort und starke Partner

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2,2 Millionen Passagiere, vier neue LNG-Fähren und klare Wachstumspläne: GNV hat bei den siebten GNV Awards in Marrakesch gezeigt, wohin die Reise geht. Die italienische Reederei baut ihre Flotte aus, setzt auf starke Reisebüropartner und macht Fährreisen besonders für Familien, Individualurlauber und Haustierbesitzer attraktiv.

Marrakesch statt Mittelmeer: Für die siebten GNV Awards ging die italienische Fährreederei in diesem Jahr an Land – und hatte einiges im Gepäck. Rund 120 Vertreter internationaler Reisebüros kamen in der marokkanischen Königsstadt zusammen, um die erfolgreichsten Vertriebspartner zu feiern. Doch zwischen Preisverleihung und Gala gab es vor allem eine Botschaft: GNV will weiter wachsen.

Die zur MSC Group gehörende Reederei präsentierte starke Geschäftszahlen, kündigte vier weitere Schiffsneubauten an und stellte eine neue Partnerschaft mit Marokko vor. Damit setzt GNV seinen Expansionskurs im Mittelmeer konsequent fort.

Reisebüros bleiben an Bord

Bei aller Expansion verliert GNV seine Vertriebspartner nicht aus dem Blick. Im Gegenteil: Die Reisebüros spielen eine zentrale Rolle in der Wachstumsstrategie.

Bei den GNV Awards wurden die erfolgreichsten Agenturen in 16 Kategorien ausgezeichnet. Als bester Vertriebspartner im DACH-Raum durfte sich ADAC Travel über eine Auszeichnung freuen. Den Titel „Top of the Tops“ sicherte sich das italienische Fährbuchungsportal Prenotazioni24.

Zusätzlich ernannte GNV neue Élite Partner und Élite Premium Agenturen. Hinter diesen Auszeichnungen steckt ein Partnerprogramm, das bereits 2017 ins Leben gerufen wurde und ausgewählten Reisebüros besondere Vorteile und gezielte Unterstützung bietet.

Für Matteo Della Valle, Chief Commercial Officer von GNV, sind die Awards deshalb weit mehr als ein gesellschaftliches Ereignis. Sie sind vor allem eine Gelegenheit, den Reisebüropartnern für ihre Zusammenarbeit zu danken und gemeinsam auf die nächste Saison zu blicken.

Familien, Vierbeiner und das eigene Auto: Hier punktet die Fähre

Warum Fährreisen für viele Urlauber eine attraktive Alternative zum Flugzeug sind, zeigt ein Blick auf das Angebot von GNV. Mit 29 Schiffen und 33 Strecken verbindet die Reederei zahlreiche Destinationen im Mittelmeer – von Sardinien und Sizilien über die Balearen bis nach Albanien und Nordafrika.

Besonders Familien profitieren von der Reise auf dem Wasser. Statt engem Flugzeugsitz gibt es mehr Bewegungsfreiheit, je nach Schiff Spiel- und Freizeitangebote und die Möglichkeit, sich in eine eigene Kabine zurückzuziehen. Das eigene Auto fährt gleich mit – praktisch für alle, die mit Kindern, Kinderwagen und entsprechend viel Gepäck unterwegs sind.

Auch für Haustierbesitzer hat GNV einiges zu bieten. In speziellen haustierfreundlichen Kabinen können Hunde und Katzen gemeinsam mit ihren Besitzern reisen. Je nach Schiff ergänzen weitere Angebote für Vierbeiner den Service. So muss das tierische Familienmitglied im Urlaub nicht zu Hause bleiben.

Und wer mit dem eigenen Fahrzeug anreist, genießt auch am Urlaubsort maximale Flexibilität. Ob versteckte Buchten auf Sardinien, eine Rundreise durch Sizilien oder ein längerer Aufenthalt in Marokko: Die Fähre eröffnet Möglichkeiten, die über einen klassischen Pauschalurlaub hinausgehen.

Der besondere Reiz liegt dabei schon in der Anreise. An Bord beginnt der Urlaub nicht erst am Zielhafen, sondern bereits beim Ablegen.

2,2 Millionen Passagiere: GNV bleibt auf Kurs

Dass das Konzept funktioniert, zeigen die Zahlen. Von Januar bis September 2026 beförderte GNV rund 2,2 Millionen Passagiere – zwei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das Frachtvolumen legte um fünf Prozent auf 1,84 Millionen Lademeter zu.

Besonders gut liefen die Verbindungen zu den italienischen Inseln. Sizilien verzeichnete ein Plus von acht Prozent, Sardinien legte um sechs Prozent zu. Auf den Balearen und in Albanien blieb die Nachfrage weitgehend stabil.

Auch Nordafrika bleibt für GNV ein wichtiger Markt. Algerien konnte seine Ergebnisse aus dem Vorjahr festigen, während sich Marokko und Tunesien auf stabilem Niveau bewegten.

Für die Reederei ist das ein deutliches Signal: Die Nachfrage nach Fährreisen bleibt hoch – und GNV will mit zusätzlichen Kapazitäten darauf reagieren.

Jupiter, Mars, Venus und Mercury: Vier neue Schiffe im Anflug

Der vielleicht spannendste Ausblick des Abends galt der Flotte. Mit GNV Jupiter, GNV Mars, GNV Venus und GNV Mercury kündigte die Reederei gleich vier neue LNG-betriebene Fähren an.

Nach Polaris, Orion, Virgo und Aurora geht die Namensgebung damit von den Sternen zu den Planeten über.

Den Anfang macht die GNV Jupiter, die bis Ende 2027 in Dienst gestellt werden soll. Das Schiff wird Platz für 2.500 Passagiere bieten, über 500 Kabinen verfügen und zusätzlich 3.500 Lademeter Frachtkapazität mitbringen.

Gebaut werden die neuen Fähren bei Guangzhou Shipyard International in China. Sie sind Teil eines umfangreichen Flottenerneuerungsprogramms, in dessen Rahmen GNV bereits in den vergangenen 18 Monaten vier moderne Neubauten in Dienst gestellt hat.

Mit dem LNG-Antrieb setzt das Unternehmen zudem auf eine Technologie, die gegenüber herkömmlichen Schiffskraftstoffen bestimmte Luftschadstoffemissionen reduzieren kann.

Mehr Kapazitäten, moderne Technik und zusätzlicher Komfort: GNV rüstet sich damit für die kommenden Jahre.

Marokko: Mehr als nur Gastgeber der Awards

Dass GNV seine Partner ausgerechnet nach Marrakesch eingeladen hatte, passt zur Strategie. Marokko zählt zu den wichtigsten Märkten der Reederei – und soll künftig noch stärker in den Fokus rücken.

Mit dem marokkanischen Fremdenverkehrsamt Office National Marocain du Tourisme (ONMT) wurde eine dreijährige Partnerschaft für 2027 bis 2029 vereinbart.

Ziel ist es, Marokko als Reiseziel weiter zu stärken und die Fährverbindungen zwischen Europa und Nordafrika auszubauen. Geplant sind gemeinsame Marketingkampagnen und Angebote, die die Fährüberfahrt mit touristischen Leistungen kombinieren.

Gerade für Individualurlauber bietet das Potenzial. Wer Marokko mit dem eigenen Auto entdecken möchte, kann seine Reise flexibel gestalten – von den Königsstädten über die Atlantikküste bis ins Atlasgebirge.

„Seeverbindungen spielen eine zentrale Rolle für Mobilität, Tourismus und wirtschaftlichen Austausch zwischen den beiden Seiten des Mittelmeers“, betonte GNV-CEO Matteo Catani in Marrakesch.

Volle Fahrt voraus Richtung 2027

Die GNV Awards haben gezeigt: Die Reederei denkt längst über die nächste Überfahrt hinaus. Neue Schiffe, zusätzliche Kapazitäten, ein vielseitiges Streckennetz und starke Vertriebspartner bilden die Basis für weiteres Wachstum.

Für Urlauber bleibt vor allem die Kombination aus Komfort und Flexibilität interessant. Familien reisen mit mehr Platz, Haustiere dürfen mit und das eigene Auto sorgt am Ziel für Unabhängigkeit.

Für Reisebüros wiederum bietet GNV ein Produkt, das sich gut für individuelle Urlaubskonzepte eignet – und durch die laufenden Investitionen weiterentwickelt wird.

Die Botschaft aus Marrakesch: GNV hat noch einiges vor. Und die Reisebüros bleiben dabei wichtige Partner an Bord.

Weitere Informationen: www.gnv.it/de

Bildquelle: GNV

Alexandra Bergerhausen
Alexandra Bergerhausen ist Herausgeberin der Touristiklounge und seit vielen Jahren in den Bereichen Medien, Kommunikation und Netzwerke tätig. Mit einem besonderen Gespür für Menschen, Marken und Branchentrends begleitet sie die Entwicklungen in der Tourismus- und Reisebranche. In ihren Beiträgen berichtet sie über aktuelle Themen, interessante Persönlichkeiten, Destinationen und Veranstaltungen. Dabei verbindet sie journalistische Inhalte mit persönlichen Einblicken und einem starken Netzwerk innerhalb der Branche. Ihr Ziel ist es, Menschen, Unternehmen und Ideen sichtbar zu machen und den Austausch innerhalb der Tourismuswirtschaft aktiv zu fördern.