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Pfingstwochenende: Viele Urlauber an Nord- und Ostsee

Pfingstwochenende: Viele Urlauber an Nord- und Ostsee

Viele Menschen sind am Pfingstwochenende an den Küsten von Nord- und Ostsee unterwegs. 

Trotz wechselhaftem Wetter haben viele Menschen das Pfingstwochenende an den Küsten von Nord- und Ostsee verbracht. «Nicht nur die Strandkorbvermieter in Scharbeutz sind froh über ein bisschen blauen Himmel nach dem ganzen Regen», sagte Bürgermeisterin Bettina Schäfer am Pfingstsonntag. Auch am Pfingstmontag schien an der Ostsee die Sonne. Die Hotels seien ausgebucht und der Ort gut besucht, allerdings nicht überrannt. So könne der Tourismus langsam und entspannt wieder hochfahren, berichtete Schäfer.

Blauen Himmel, aber auch viele Wolken und Regen gab es über Sylt, wo einige Strandspaziergänger unterwegs waren. Überfüllt war es auf der Nordseeinsel aber ebenfalls nicht, wie Live-Bilder vom Strand in Westerland zeigten. Viele Menschen nutzten die Möglichkeit, um in den Fußgängerzonen zu shoppen. Auch die Cafés und Restaurants auf der beliebten Nordseeinsel waren gut besucht. Am Sonntag musste der Strandabschnitt bei Kampen für kurze Zeit wegen Überfüllung gesperrt werden.

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Am Sonnabend waren die Autozüge und die Fähren nach Sylt gut ausgebucht. Zahlreiche deutsche Camper verbrachten die Nacht zum Samstag sogar am Fähranleger, um dann am Morgen die erste Fähre zu erwischen, berichtete Tim Kunstmann, Geschäftsführer der FRS Syltfähre am Samstag.

Unterdessen sank die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein weiter auf 30,3. Das geht aus Daten des Gesundheitsministeriums in Kiel hervor (Stand 23.5., 18.51 Uhr). Am Vortag hatte die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen bei 31,5 gelegen, am Sonntag vergangener Woche bei 35,1.

In Travemünde blieb am Samstag bei kühlen Temperaturen und Wind ein riesiger Tagesbesucherandrang aus. «Wir können uns so hier langsam an die Normalität rantasten», sagte Kurdirektor Uwe Kirchoff. Demnach seien mehrere Teststellen geschaffen worden, um die notwendigen Kapazitäten bieten und alle Corona-Maßnahmen einhalten zu können. «Mit der Impfquote können dann aber auch gerne die Temperaturen wieder steigen», fand der Kurdirektor.

In Büsum an der Nordsee war am Pfingstsonntag ebenfalls mehr los als am Vortag. «Das Wetter ist deutlich besser als gestern und es sind auch deutlich mehr Tagesgäste unterwegs», erzählte Olaf Raffel vom Tourismus Marketing Büsum. Der Tourismus laufe nicht von null auf hundert wieder an, so dass chaotische Zustände vermieden werden können. Seit dem 17. Mai ist der Tourismus in ganz Schleswig-Holstein unter Einhaltung bestimmter Corona-Vorgaben wieder möglich.

Auf Fehmarn war bereits am Samstag klar gewesen, dass die Testkapazitäten für Sonntag mit circa 3000 Corona-Tests voll ausgeschöpft werden würden. Das Pfingstausflugswetter zog deutlich mehr Tagesausflügler auf die Ostseeinsel als noch am Samstag, berichtete Tourismusdirektor Oliver Behncke. «Hier ist es belebt, alles ist gut ausgebucht, aber Chaos bricht keines aus», sagte er.

Schleswig-Holsteins Wirtschafts- und Tourismus-Minister Bernd Buchholz (FDP) sieht unterdessen wenig Chancen für die Kieler Woche und das Wacken-Festival in diesem Jahr. «Wir werden in der kommenden Woche ein Veranstaltungsstufenkonzept für Schleswig-Holstein in der Koalition besprechen», sagte Buchholz der «Bild am Sonntag.» «Ich habe allerdings meine Zweifel, dass wir Großveranstaltungen wie Wacken oder die Kieler Woche im Sommer starten können.» Für das Schleswig-Holstein-Musik-Festival sieht der FDP-Politiker nur mit reduzierter Personenzahl eine Chance.

Das Heavy-Metal-Festival in Wacken ist für Ende Juli geplant. 2020 war das Festival mit seinen rund 75 000 Fans wegen der Corona-Pandemie abgesagt und durch eine Online-Veranstaltung ersetzt worden. Die Kieler Woche wurde in diesem Jahr wie schon 2020 von Ende Juni auf September verschoben. Das Schleswig-Holstein Musik Festival findet vom 3. Juli bis zum 29. August statt. Wie die Organisatoren im Februar mitteilten, stehen 157 Konzerte auf dem Programm, rund zwei Drittel davon werden unter freiem Himmel stattfinden.


Quelle: dpa
Bildquelle: Georg Wendt/dpa/Archivbild


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