GNV Aurora ab 1. Juni, GNV Virgo ab 1. Juli auf der Verbindung Genua–Barcelona–Tanger Med
GNV, die Fährgesellschaft der MSC-Gruppe, stärkt sein Engagement in Marokko und setzt ab Sommer 2026 zwei neue LNG-betriebene Schiffe auf der Route Genua–Barcelona–Tanger Med ein. Die GNV Aurora nimmt am 1. Juni den Betrieb auf, die GNV Virgo folgt am 1. Juli. Die Verbindung zwischen Südeuropa und Marokko zählt zu den wichtigsten Verkehrsachsen im Mittelmeerraum, insbesondere in den Sommermonaten mit hohem Passagier- und Frachtaufkommen. Entsprechend erweitert das Unternehmen gezielt seine Kapazitäten auf dieser stark nachgefragten Strecke. Vor dem Hintergrund ihres künftigen Einsatzschwerpunkts wird auch die offizielle Zeremonie zur Namensgebung der GNV Aurora am 1. Juni in Tanger stattfinden. Damit unterstreicht das Unternehmen die enge und über Jahre gewachsene Verbindung zwischen GNV und Marokko.
Strategischer Fokus auf Marokko
Marokko zählt seit vielen Jahren zu den wichtigsten Märkten von GNV sowohl für den Personenverkehr als auch für den Gütertransport. Das Unternehmen ist seit über 15 Jahren vor Ort aktiv und versteht dieses Engagement als langfristige Zusammenarbeit mit dem Land, seinen Institutionen und seiner internationalen Gemeinschaft. Die Verbindungen zwischen Italien, Spanien und Marokko nehmen entsprechend eine zentrale Rolle im Streckennetz ein.
Kapazitätsausbau zur Hauptreisezeit
Mit den Neubauten erweitert GNV gezielt seine Kapazitäten auf dieser stark nachgefragten Route – insbesondere im Hinblick auf die Operation Marhaba, in deren Rahmen jedes Jahr zahlreiche in Europa lebende Marokkanerinnen und Marokkaner in ihre Heimat reisen. Dafür setzt das Unternehmen gezielt auf moderne, leistungsfähige und nachhaltigere Kapazitäten, um den steigenden Anforderungen im Passagier- und Frachtverkehr gerecht zu werden.
Die Umsetzung des Projekts erfolgte in enger Abstimmung mit den zuständigen marokkanischen Behörden sowie dem Hafen Tanger Med, der sich als einer der leistungsfähigsten Logistikhubs im Mittelmeerraum etabliert hat. Grundlage ist die langjährige Zusammenarbeit zwischen GNV und Marokko, die durch kontinuierlichen technischen und institutionellen Austausch geprägt ist.
„Die Einführung dieser beiden neuen Schiffe ist in erster Linie eine Investition in den Passagierservice: Unser Ziel ist es, marokkanischen Bürgerinnen und Bürgern in Europa sowie ihren Familien ein Reiseerlebnis zu bieten, das komfortabler, zuverlässiger und stärker an ihren Erwartungen ausgerichtet ist“, sagt Matteo Catani, CEO von GNV. „Gleichzeitig unterstreicht diese Erweiterung die zentrale Rolle Marokkos in unserer Strategie. Das Land entwickelt sich dynamisch und gewinnt auch international zunehmend an Bedeutung – nicht zuletzt durch die Ausrichtung der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2030. GNV möchte diesen Weg aktiv begleiten, die Verbindungen zwischen beiden Seiten des Mittelmeers weiter stärken und die damit verbundenen Handelsströme unterstützen. Gleichzeitig ermöglicht uns der Einsatz von Schiffen der neuesten Generation mit LNG-Antrieb, unseren Betrieb noch nachhaltiger zu gestalten und ein modernes, effizientes und wettbewerbsfähiges Angebot bereitzustellen.“
Die operativen Aktivitäten vor Ort werden von Carole Montarsolo koordiniert, die im vergangenen Oktober als General Director von GNV Marokko ernannt wurde. Dies unterstreicht das Engagement des Unternehmens, seine Präsenz im Land weiter zu festigen und auszubauen. Unterstützt wird sie dabei weiterhin von dem langjährigen Partner Mohammed Kabbaj, der eine zentrale Rolle in der Steuerung der institutionellen und kommerziellen Beziehungen einnimmt und so Kontinuität und Stabilität im lokalen Markt gewährleistet.
Fokus auf Nachhaltigkeit und Effizienz
Die GNV Aurora und die GNV Virgo zählen zu den modernsten Einheiten im Mittelmeerraum in Bezug auf ökologische Nachhaltigkeit. Beide werden mit Flüssigerdgas (LNG) betrieben – eine Lösung, die eine Reduktion der CO₂-Emissionen von bis zu 50 Prozent pro Transporteinheit im Vergleich zu Schiffen der vorherigen Generation ermöglicht. Die Nutzung von LNG stellt derzeit einen der konkretesten und messbarsten Schritte in der Energiewende des maritimen Verkehrs dar. Ergänzend kommt die sogenannte Cold-Ironing-Technologie zum Einsatz: Während der Liegezeit im Hafen können die Schiffe an das landseitige Stromnetz angeschlossen werden und bordeigene Generatoren abgeschaltet werden, wodurch lokale Emissionen vollständig vermieden werden.
Moderne Kapazitäten für Passagiere und Fracht
Die GNV Aurora verfügt über eine Bruttoraumzahl von rund 53.000 Tonnen, ist 218 Meter lang und bietet Platz für über 1.700 Passagiere in 426 Kabinen. Zudem stehen bis zu 2.780 Lademeter für den Frachttransport zur Verfügung. Die GNV Virgo weist vergleichbare technische Spezifikationen sowie identische Kapazitäten und Servicestandards auf.
Mit dem Einsatz der beiden Neubauten stärkt GNV gezielt seine Präsenz auf einer der wichtigsten Verbindungen zwischen Europa und Marokko und baut seine Position in diesem Markt weiter aus.
Bildquelle: © Michela Canale
