Neue Züge von Škoda fahren erstmals auf deutschen Gleisen Eine Lokomotive der Baureihe 102 und Wagen von Skoda Dosto fahren über ein Gleis. Foto: Claus Weber/Deutschen Bahn/dpa/Handout – ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits

Neue Züge von Škoda fahren erstmals auf deutschen Gleisen

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Erstmals fahren neue Züge des Herstellers Škoda auf deutschen Gleisen. Mehr Plätze, breitere Schiebetüren, barrierefrei – und mit Verspätung.

Erstmals in der Bundesrepublik und mit vier Jahren Verspätung testet die Deutsche Bahn seit Montag Züge des tschechischen Herstellers Škoda. Vom 13. Dezember an sollen die Doppeldecker regelmäßig zwischen München und Nürnberg fahren, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Die neuen Züge haben rund 250 zusätzliche Sitzplätze mehr als ein bisheriger Regionalexpress auf der Strecke – 676 statt 413. Zudem gibt es mehr Fahrradstellplätze, eine rollstuhlgerechte Einrichtung und breitere Schiebetüren.

Für den Probebetrieb werden die Züge zunächst montags bis donnerstags zwischen München und Treuchtlingen sowie München und Ingolstadt fahren. Pünktlich zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember werden die Doppeldecker einmal am Tag auf der Strecke zwischen München und Nürnberg unterwegs sein – am Morgen auf dem Weg nach Nürnberg und am Nachmittag ohne Umstieg und innerhalb von rund eindreiviertel Stunden nach München. Im Laufe des kommenden Jahres sollen nach und nach alle Züge des Regionalexpress zwischen München und Nürnberg umgestellt werden.

Die Kombination aus Doppelstockzug und Hochgeschwindigkeit ist laut Deutscher Bahn sehr selten. Zug-Liebhaber würden bereits lauern, um eines der neuen Modelle zu fotografieren, so das bundeseigene Unternehmen.

Die Züge von Škoda Transportation werden mit Verspätung in Betrieb genommen: Schon Ende 2016 sollten sie auf der Strecke fahren. «Der Zulassungsprozess hat sich leider als sehr komplex erwiesen, dadurch hat sich der Einsatz der Fahrzeuge immer wieder verzögert», sagte Hansrüdiger Fritz, Vorsitzender der Regionalleitung DB Regio Bayern. Anhaltende technische Probleme hätten bei der Zulassung eine Rolle gespielt. Mit dem Hersteller werde weiter kontinuierlich an der Optimierung der Fahrzeuge gearbeitet, heißt es seitens der Bahn.

Zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember bekommt zudem die Nürnberger S-Bahn 27 neue Fahrzeuge. Das gesamte S-Bahnnetz in Nürnberg werde dann nur noch mit elektrischen Zügen betrieben, teilte die Bahn mit. Im Allgäu wird im kommenden Jahr eine neue Fahrzeugflotte eingeführt. Die knapp 80 erneuerten Züge sollen weniger Feinstaub-Emissionen absondern.

Änderungen gibt es vom 13. Dezember an auch beim Bayern-Ticket und beim Quer-durchs-Land-Ticket: Künftig dürfen bis zu drei eigene oder fremde Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren kostenlos mitgenommen werden, unabhängig davon, ob das Ticket für eine oder mehrere Personen erworben wird. Außerdem wird das «3-Monate-Schnupperabo Bayern» abgeschafft, da Abos für Zeitkarten-Kunden künftig nach Ablauf der ersten drei Monate des ersten Geltungsjahres ohne Zusatzkosten gekündigt werden können.


Quelle: dpa
Bildquelle: Claus Weber/Deutschen Bahn/dpa/Handout


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