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Passagiere und Crew von AIDAnova positiv getestet

Passagiere und Crew von AIDAnova positiv getestet

Corona-Fälle auf AIDAnova und Mein Schiff 6

Corona-Fälle an Bord haben Kreuzfahrtreisen zum Jahreswechsel gestoppt: Knapp 3000 Passagiere der «Aida Nova» von Aida Cruises und rund 2000 von «Mein Schiff 6» der Reederei Tui Cruises befinden sich inzwischen auf dem Nachhauseweg.

TUI Cruises teilte mit, dass der Betrieb wegen vereinzelter Corona-Fälle bei Passagieren und Crew auf «Mein Schiff 6» in Dubai als reine Vorsichtsmaßnahme für einige Tage unterbrochen worden sei. Die Reise selbst sei planmäßig zu Ende gegangen, sagte eine Sprecherin. Die Flotte umfasse sieben Schiffe, von denen aktuell fünf im Einsatz sind.

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Aida Cruises hatte sich entschieden, nach den Infektionsfällen die Reise der «Aidanova» in Lissabon abzubrechen und nicht wie geplant bis zum Mittwoch in Richtung der Kanarischen Inseln fortzusetzen. «Den betroffenen Personen geht es gut, sie haben keine beziehungsweise nur milde Symptome», hieß es.

Amtlichen portugiesischen Angaben zufolge blieben 8 positiv getestete Passagiere vorerst noch in Lissabon, zudem sei bei insgesamt 60 der 1353 Crewmitglieder eine Corona-Ansteckung festgestellt worden. Die Infizierten wurden in Hotels untergebracht, um die vorgeschriebene Isolation zu gewährleisten.

Die anderen Gäste sollten am Montag per Flugzeug nach Deutschland, Österreich und die Schweiz zurückkehren. Bereits um sechs Uhr morgens seien die ersten von ihnen zum Flughafen der portugiesischen Hauptstadt gefahren worden, berichteten unter anderem die staatliche Nachrichtenagentur Lusa und der TV-Sender «CNN Portugal» unter Berufung auf die Behörden. Sie seien zuvor negativ getestet worden.

Trotz der aktuellen Corona-Fälle betrachtet der internationale Branchenverband Clia Kreuzfahrten weiter als sichere Reisen. «Grund dafür sind die hohen Eingangsbarrieren», sagte der deutsche Clia-Geschäftsführer Helge Grammerstorf am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Auf den Schiffen gelte die 2G-plus- oder sogar 1G-plus-Regel. Dies bedeute, dass bei 2G plus eine Booster-Impfung Voraussetzung ist, das Schiff zu betreten, bei 1G plus, also ausschließlich geimpften Personen, reiche selbst der Genesenen-Status nicht aus. «Die Reedereien reagieren schnell und sehr konsequent.»

Zusätzlich müssten sich Passagiere unmittelbar vor Reisebeginn einem PCR-Test unterwerfen, auch während der Fahrt werde getestet. Würden Passagiere während der Reise positiv getestet, sei die Zeit nach der Ansteckung zu kurz für die Tests gewesen, um einen Corona-Fall noch vor der Reise zu entdecken. «Bei so engmaschigen Kontrollen fallen auch Menschen auf, die wahrscheinlich sonst gar nicht entdeckt worden wären», sagte Grammerstorf.

Nicht alle Passagiere wollten sich derweil mit dem vorzeitigen Ende der Urlaubsreise abfinden. «Wir organisieren nun auf eigene Faust einen Flug nach Teneriffa», sagte ein Deutscher auf dem Gelände des Kreuzfahrthafens zu «CNN Portugal». Der Mann, der mit seiner Frau unterwegs war, erzählte, das Leben auf dem Schiff sei nach dem Ausbruch «normal weitergegangen». «Wir mussten uns nicht isolieren.» Man sei zwar sehr enttäuscht, könne aber nicht wirklich klagen. «Es ist ja Covid-Time», meinte der Mann resignierend.

Die «Aidanova» soll nach Aida-Cruises-Angaben am 15. Januar in Las Palmas auf Gran Canaria wieder ablegen. Insgesamt seien 10 der 14 Aida-Schiffe derzeit mit Passagieren unterwegs, unter anderem in der Karibik, den Kanarischen Inseln oder der Nordsee.

Weltweit gibt es nach Clia-Angaben rund 360 Kreuzfahrtschiffe, etwa 40 weniger als noch vor Pandemie. Grammerstorf ging davon aus, dass derzeit rund 70 Prozent von ihnen weltweit unterwegs sind. «Bis zum Sommer werden es rund 90 Prozent sein.» Seiner Meinung nach müssten die wenigen aktuellen Corona-Fälle in Relation zu den vielen Tausend Kreuzfahrtpassagieren gesetzt werden, die gerade unterwegs sind. Zumal es sich bei den aktuellen Fällen nach seiner Kenntnis ausschließlich um asymptomatische beziehungsweise sehr milde Verläufe handele.


Quelle: dpa
Bildquelle: Armando Franca/AP/dpa


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