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Peru: Nachhaltig in Richtung Zukunft

Peru: Nachhaltig in Richtung Zukunft

Viele Destinationen blicken bereits in die Zukunft und arbeiten an einer Strategie für die Zeit nach der Krise. So auch Peru! 

Maria del Sol Velásquez, Direktorin der Agentur zur Tourismusförderung PROMPERÚ über die Zukunftspläne und die schönsten Ecken im südamerikanischen Land. 

Viele Destinationen setzen für eine Reaktivierung des Tourismus nach der Krise auf die Segmente Natur und Abenteuer – so auch Peru. Was macht Peru in diesem Bereich so besonders?

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Die geografische Vielfalt des Landes mit der Küste, dem Andenhochland und dem Regenwaldgebiet ermöglicht eine Vielzahl an Outdoor- und Abenteuersportmöglichkeiten. Wanderungen und Trekkingtouren auf dem jahrtausende alten Inkapfad, Mountainbiketouren vor der Kulisse der Anden, Kanutouren auf reißenden Flüssen oder die perfekte Welle zum Surfen – hier kommt jeder Abenteuerer auf seine Kosten.

Vor allem als Trekkingdestination ist Peru bekannt und beliebt. Die Trekking-, Wander- und Kletterrouten sind nicht nur spektakulär aufgrund der traumhaften Landschaften und Farbkontraste, sondern auch wegen ihrer Geschichte, die schon vor hunderten Jahren zu Zeiten der Inka ihren Anfang nahm.

So schließt eine Abenteuerreise durch Peru auch Kultur und Erlebnisse mit den Einheimischen ein, denn sie sind es, die in ständigem Kontakt mit den Touristen stehen, ihr Essen zubereiten, ihnen Geschichten erzählen und ihren Aufenthalt unvergesslich machen.

Ein Paradebeispiel ist der berühmte „Inka-Trail nach Machu Picchu“ in Cusco. Eine Trekkingtour mit einer Länge von 39 km, durch die beeindruckenden Landschaften des Vilcanota-Gebirges und gesäumt von den Schätzen der Inka. Neben dem Ziel und Highlight der Tour, der Inkazitadelle Machu Picchu, stehen jede Menge andere historische Hinterlassenschaften der Inka unterwegs auf dem Programm.

Die Top 3 Outdoor-Erlebnisse in Peru

In den letzten Jahren haben Naturtourismus- und Outdoor-Erlebnisse stetig an Bedeutung gewonnen, und durch die aktuelle Lage nimmt dieser Trend weiter zu.

Ein Gewinner dieser Entwicklung ist Glamping. Dabei kann man die Natur von ihrer besten Seite erleben und ihr ganz nahe sein, und muss dennoch nicht auf Komfort und Glamour verzichten. In Cusco gibt es verschiedene Anbieter, die allesamt viel Wert auf Nachhaltigkeit legen und beispielsweise Solarpaneele und wiederverwendbare Wasserflaschen verwenden.

Eine andere Erfahrung, die immer beliebter wird, ist der gemeindebasierte Tourismus, mit einer starken Kultur- und Naturkomponente. Reisende wollen einen positiven Einfluss auf die Orte haben, die sie besuchen, nicht nur um die Umwelt zu schützen, sondern auch um die lokalen Gemeinden zu unterstützen. Da die meisten Projekte von Frauen geleitet werden, ermöglicht dies auch die Stärkung der Frauen.

Nicht zu vergessen ist natürlich auch das Angebot an Abenteuererlebnissen, allen voran Trekking und Wandern. Bewegung und Adrenalin paaren sich mit spektakulären Landschaften und einer Kulturerfahrung. 

Wie wird sich der Peru-Reisende verändern?

Man geht davon aus, dass sich das Profil des Reisenden allgemein verändern wird – ein internationaler Trend, der sich mit der Zeit noch weiter ausbreiten wird. Laut einer Studie von Booking.com – „The Future of Travel“ – werden Reisende den Fokus immer mehr auf Sicherheit legen, in Bezug auf Gesundheit, jedoch auch bei nachhaltigeren und flexibleren Angeboten.

Zwar ist es noch zu früh, um konkrete Prognosen zu wagen, doch Peru bereitet sich schon jetzt vor und führt entsprechende Hygiene- & Sicherheitsstandards ein. Schon im Oktober 2020 hat Peru als eines der ersten Länder in der Region das Safe Travels-Siegel vom WTTC erhalten.

Einer der Trends, der durch die Krise verstärkt wurde, ist das Camping- und Caravaning-Segment. Ist das relevant für Peru und gibt es die notwendige Infrastruktur für dieses Segment?

Zum Abenteuerangebot gehören Trekkingrouten und andere Outdoor-Sportarten mit Camping und Kontakt zur einheimischen Bevölkerung. Ein Beispiel dafür ist die Salkantay-Route in Cusco, ein 70 km langer Rundweg voller wunderschöner Panoramablicke und Nächten unter dem Sternenhimmel inmitten der Natur. 

Darüber hinaus gibt es innerhalb der Naturschutzgebiete ausgewiesene Camping-Bereiche. Auch wenn Caravaning für Peru bisher nur ein kleines Thema ist, handelt es sich doch um einen relevanten Bereich, der aktuell ausgebaut wird. 

Peru setzt auf das Thema Nachhaltigkeit, was sind die wichtigsten Initiativen in diesem Bereich?

Peru arbeitet schon seit einigen Jahren an einer nachhaltigen Tourismusentwicklung. Ein sehr wichtiger Schritt ist dabei die Zusammenarbeit mit dem Global Movement for Sustainable Destinations, das von der UNO unterstützt wird. Hier werden Strategien entwickelt, um Lima zu einem nachhaltigen Ziel für Geschäftsreisen zu machen. Für die Zukunft ist eine Fortsetzung mit anderen Städten wie Arequipa geplant.

Ein Leuchtturmprojekt ist auch die Initiative MAPI carbon neutral. Machu Picchu soll zur ersten klimaneutralen Destination weltweit werden. Hier arbeiten der öffentiche und der private Sektor Hand in Hand.

Darüber hinaus arbeitet das Umweltministerium an der Wiederaufforstung von einer Million Bäumen im historischen Schutzgebiet Machu Picchu und seiner Pufferzone sowie im Tambopata-Nationalreservat im südlichen peruanischen Amazonasgebiet.

Seit 2019 steht der Norden des Landes vermehrt im Vordergrund, um das touristische Angebot Perus zu diversifizieren, den Reisestrom in weniger besuchte Regionen zu lenken und auch “Wiederholungsbesucher” zu erreichen.

Das E-Book “A Journey in Sustainable tourism” stellt nachhaltige Projekte im ganzen Land vor. 

Geheimtipp: Mein Lieblingsort in Peru

Vor allem die Stadt Cusco finde ich in jeder Hinsicht großartig. Ein Spaziergang durch die Straßen ist wie eine Reise in die Vergangenheit und es ist ein Ziel, das viele Menschen auf ihrer Bucketlist haben, da hier die Reise zu Machu Picchu beginnt. 

Es gibt jedoch einige Sehenswürdigkeiten in dieser Region, die noch weniger bekannt sind und ebenfalls Abenteuer, Natur und Geschichte verbinden. Eine davon ist Choquequirao, eine archäologische Stätte aus Zeiten der Inka von ähnlicher Schönheit und Größe wie Machupicchu. 

Der Weg dorthin ist nicht einfach, aber  es lohnt sich! Bei einer vier- bis fünftägigen Wanderung zeltet man unter freiem Himmel und kann so die atemberaubenden Landschaften genießen. Archäologen haben festgestellt, dass nur 40% der archäologischen Stätte von Choquequirao touristisch genutzt werden, so dass es noch viel zu erforschen und einige Rätsel zu lösen gibt. 

Weitere Informationen zu Peru gibt es unter www.peru.travel 

Pressekontakt
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Isabell Böck
Hanauer Landstr. 146
60314 Frankfurt


Bildquelle: PROMPERÚ


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